Bennewitz / Landkreis Leipzig
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Deuben

Deuben war eine Gründung der Sorbenwenden. Der Name, von dem slawischen Dubina abgeleitet, bedeutet soviel wie “Ansiedlung um Eichwalde". Die Kernsiedlung ist mindestens 600 bis 700 Jahre alt. Bis 1359 gehörte Deuben zum Besitztum der Ritter Hans und Heinrich von Brandis. Danach wurde das Dorf an das Bistum Meißen verkauft. Auch in Deuben haben die Güter ursprünglich in Hufeisenform gestanden. Nach großen Bränden hat sich der Ort zu einem Straßendorf umgebildet. Kirche und ehemalige Schule stehen zwischen den beiden Häuserreihen des Mutterdorfes.

Eine ursprünglich gotische Anlage aus dem 15. Jahrhundert ist die Deubener Kirche. Die Orgel ist vom Orgelbaumeister Geißler aus Eilenburg erbaut und 1890 eingeweiht worden. 1917 wurden zwei der drei Glocken zu Kriegszwecken zerschlagen. Seit 1926 hat Deuben wieder drei Glocken. Die größte Glocke stammt aus dem Jahre 1508.

Von 1818 bis 2007 besaß Deuben eine Schule, die mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Zuletzt gingen alle Kinder der Gemeinde Bennewitz von der 1. bis zur 4. Klasse in die Grundschule Deuben. 1999 wurde die Umgebung der Schule durch umfangreiche Grünordnungsmaßnahmen verändert und verschönert. Nach der Flut von 2002 mussten die Gebäude vollständig renoviert werden. Der Pavillion wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. 2007 zog die Schule in das Gebäude der Mittelschule in Bennewitz um.

Direkt an der B 6 steht ein Gebäudekomplex, der schon mindestens seit 1835, nach dem großen Brande in Deuben, einen Gasthof beherbergt. Bis 1972 war er in Privatbesitz. 1974 entstand daraus ein Kulturhaus. Durchreisende und Gäste kehren gern hier ein. Täglich kann man in gepflegter Atmosphäre gutbürgerlich essen. Der Gastraum und die beiden Säle sowie die Bauernstube werden rege für Familien-, Vereinsfeiern und sonstige Anlässe genutzt.

431 Einwohner hat Deuben heute. 1974 wurde Deuben zu Bennewitz eingemeindet.
In Deuben gibt es zahlreiche Handwerker und Gewerbetreibende.

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