Rothersdorf
Zum ersten Mal wurde Rothersdorf im Jahre 1516 erwähnt. Das Dorf liegt zwischen Wurzen und Trebsen, östlich der B 107. Von der Bundesstraße zieht sich das Dorf bis zur Rothersdorfer Lache. Am Ortsausgang zur Muldenniederung fällt eine Erhebung auf. Es handelt sich um den Rest eines frühgeschichtlichen Burgwalles, der zu einer Wehranlage der Sorben gehörte. Man nennt ihn Eichberg. Das Bauwerk ist leider durch Steinbrucharbeiten vor der Jahrhundertwende zerstört worden. Nur die Wallkrone von 8 m mit einem 12 m vorgelagerten Graben ist erhalten. Eichen bestand schützt sie.
Zwischen Ober- und Unternitzschka (jenseits der Mulde) bestand eine Fährverbindung nach Rothersdorf. 1788 benutzte Johann Gottfried Seume diese, um nach Wurzen zu gelangen. Nicht mehr in Betrieb sind der Granitporphyrbruch und die Kiesgruben.
Nach der Wende wur
de aus der ehemaligen Tabaktrockenanlage die "Tabaksmühle", eine ganz besondere Gaststätte, und aus der alten Mühle die "Fahrradmühle". Unmittelbar am alten Gemeindeamt Rothersdorf liegt die Einfahrt zur Kiesgrube ”Bach", die das Antlitz dieses Ortes in den nächsten Jahren prägen wird.
1952 wurde Rothersdorf nach Pausitz eingemeindet und damit 1974 nach Bennewitz. Rothersdorf hat heute 49 Einwohner.


